Geschichte des Salsa

Als die Salsa in den 1970er-Jahren in New York zunehmend populärer wurde, bildete sich passend zur neuen Musik auch ein eigener Tanzstil: der New York Style  - bestimmt durch die kubanische und puerto-ricanische Schule und angereichert durch eine Vielzahl anderer Tanzschulelemente. Ende der 80er Jahre hatte er auch die Westküste der USA erreicht und manifestierte sich dort als L.A.-Style Im Grunde unterscheiden sich die einzelnen Stile und Schulen nicht gravierend; wer einen dieser Tanzstile beherrscht, kann auch mit Tanzpartnern aus anderen Schulen tanzen. Allerdings unterscheidet sich die Führung beim NY-Style etwas von der Führung des kubanischen Stils, da bei diesem nicht auf einer Linie getanzt wird sondern in kreisförmigen Bewegungen um den Partner herum.

 

Wir von Salsacubana bevorzugen, wie es unser Name schon sagt, den kubanischen Stil.

 

Der Kubanische Stil bezeichnet einen Tanzstil der Salsa, auch "Casino" oder "De la calle" (= span.: Straßen-)Stil genannt.

 

Die unterschiedlichen Benennungen sollen bereits auf die Herkunft der kubanischen Salsa hinweisen: sie war sowohl in den vornehmen Casinos und Cabarets Havannas zu Hause als auch in den barrios und den ländlichen Gebieten der Insel. Dabei steht die kubanische Salsa in dem Dilemma, dass es in den 70er Jahren, als die Salsa entstand, schon keine Casinos und Cabarets in Kuba mehr gab. Diese wurden überwiegend von der kubanischen Oberschicht und den US-amerikanischen Touristen besucht und nach der kubanischen Revolution 1959 abgeschafft.

 

Daher lässt sich zwischen einem kubanischen "Casino-" oder einem "De la Calle-Stil" nicht unterscheiden.

 

Die kubanische Salsa wirkt eher spielerisch, rhythmisch und lebendig und hat keine klare Ausrichtung. Sie ist gewissermaßen "hemdsärmlig" und wenig reglementiert. Dennoch gibt es für die verschiedenen, teilweise äußerst komplizierten und verwirrenden Figuren diverse Grundschritt-Kombinationen, die beherrscht werden müssen, um diese Figuren korrekt ausführen zu können.

Das wesentliche Merkmal des kubanischen Stils sind die Drehungen des Tanzpaares um einen gemeinsamen Mittelpunkt. Außerdem wird die Frau vom Partner fast nie losgelassen, was ihr relativ wenig Freiraum für eigene Interpretationen im Tanz lässt.

 

Die normalen Tanzschritte beginnen auf dem ersten Schlag des Taktes: 1,2,3,-,5,6,7,- (links, rechts, links, tap, rechts, links, rechts, tap). Der 4. und 8. Schlag bestehen aus einer Pause, in die oft meist Tap gesetzt wird, der aber oft für den Betrachter, gerade bei sehr schnellen Stücken, kaum sichtbar ist und der Akzentuierung des Tanzrhythmus dient. Die Schritte können aber auch auf dem 2. oder der 3. Taktschlag beginnen (siehe unten). Getanzt werden die Schritte entweder vor, zurück, oder zur Seite hin.

 

Drehungen werden im Normalfall auf eine halbe Clave (1, 2, 3, oder 5, 6, 7) eher gelaufen, als auf den Punkt gesetzt. Bei der (selteneren) Doppeldrehung werden dementsprechend zwei Drehungen im gleichen Zeitraum ausgeführt.

 

 

Rueda de casino

Rueda de casino ist ein lateinamerikanischer Gruppentanz, der im Allgemeinen zu Salsa-Musik getanzt wird. Er ist für sechs bis zehn Paare ideal, kann aber auch mit weniger (sogar mit nur zwei) und mehr Paaren getanzt werden.

 

Übersetzt bedeutet Rueda Rad. Der Name rührt daher, dass alle beteiligten Paare einen Kreis bilden, wobei sie jeweils synchron die gleichen Figuren tanzen. Bedingt durch Partnerwechsel, die jeweils zu den getanzten Figuren gehören, dreht sich die Rueda bzw. das Rad. Wie bei einem Rad ist eine Hauptorientierung aller Tänzer die Mitte, als die Achse, des Rades. Eine Person macht dabei den Cantante (engl. Caller), den Ansager. Er bestimmt, welche Figur als nächstes getanzt wird und sagt das Kommando für die Figur für alle Beteiligten laut an. Gelegentlich werden auch Handzeichen benutzt, besonders wenn es zu laut ist, gesprochene Kommandos klar zu hören. Rueda kommt ursprünglich aus Kuba.

 

Die Figuren sind im Gegensatz z. B. zu Squaredance oder Rounddance, bei denen ebenfalls zu Kommandos getanzt wird, in der Regel nicht normiert, so dass die Rueda Gruppen verschiedener Lehrer nicht leicht zusammen tanzen können. Daher setzt sich deshalb zusehends Rueda Miami Style in vielen Tanzschulen durch, bei der die Figuren und Kommandos festgelegt sind. Auch wenn der Name „Miami Style“ auf Nordamerika verweist, bleibt Rueda ursprünglich kubanisch. Rueda Miami Style wirkt insgesamt eleganter als die traditionelle Rueda und hat als ein wichtiges Stilelement die Damendrehung auf 1,2,3 statt auf 5,6,7.

 

 

New York Style

Der New York Style ist eine Stilrichtung der lateinamerikanischen Salsa. Er unterscheidet sich von dem kubanischen „Casino“ im Wesentlichen dadurch, dass er der Dame mehr Freiraum zur Selbstdarstellung lässt.

 

Es wird viel Wert auf Solo-Einlagen gelegt, auf Shines und auf Show-Effekte, wie z. B. Fall-Figuren. Viele der Figuren beinhalten choreographische Elemente. Die Harmonie im Tanz besteht mitunter darin, dass die Partner den Ablauf der einzelnen Figuren im Grunde kennen, aber jedes Mal die Figuren wieder neu zusammenfügen und dabei dennoch auch ohne Absprache wissen, was zu tun ist.

 

Wesentliches Tanzelement ist der sogenannte Cross Body Lead (Dile que No), ein Platzwechsel der Frau entgegen dem Uhrzeigersinn.

 

Insgesamt kann der New York Style (wie auch der eng verwandte Puerto-Rico-Style) seine Herkunft aus der klassischen Tanzschule nicht verbergen. Er wirkt in diesem Sinne eleganter und harmonischer, während der kubanische „Casino“ temperamentvoller und verspielter scheint.

 

Es gibt vom Salsa New York Style weitere in die beiden Varianten: (Es kursieren für jeden der beiden Stilrichtungen viele unterschiedliche Namen, die oft für Verwirrung sorgen. Die ebenfalls gebräuchlichen Namen sind in Klammern angegeben)

  • Salsa Night Club Style (Eddie Torres Style, Mambo Tipico, Salsa breaking on 2)
  • Mambo Palladium Style (Old School Mambo, Mambo Classico, Power 2)

Beide Varianten werden "on 2" getanzt, allerdings auf verschiedene Art und Weise.